Bauen am Hang

Ein Bauplatz am Hang bietet zwar eine (mehr oder weniger) schöne Aussicht, hat dafür aber so seine Tücken. Will man beispielsweise die Baugrube, wie in der Ebene üblich, gleich komplett ausheben, müssen Maßnahmen zur Hangsicherung ergriffen werden.
Auf unsicherem Untergrund benötigt das Haus darüber hinaus ein besonderes Fundament, damit es im Laufe der Zeit nicht nach und nach den Hang hinunterrutscht.
Das Haus steht im unteren Hangbereich auf 6 Pfeilern. Dazu wurden zunächst mehrere Meter tiefe Löcher gebohrt.
Bei diesen Bohrungen werden je nach Bodenbeschaffenheit verschiedene Bohrgeräte eingesetzt.
Auf unserem Platz wurde überwiegend mit nebenstehendem Bohrer gearbeitet.
Die Bohrarbeiten waren ziemlich langwierig, weil immer wieder Gesteinsschichten durchbohrt werden mußten.
In die fertigen Bohrlöcher kamen zunächst Stahlkörbe...
...schließlich wurden die Löcher mit Beton ausgegossen.
Zur Sicherung des Hanges oberhalb des Hauses wurden ebenfalls mehrere dieser Pfeiler gesetzt, und zwar sowohl entlang des Gehweges, als auch ein Stück "um die Ecke" hangabwärts.
Um die Pfeiler herum wurde dann das Erdreich etwas abgegraben, und die Pfeiler durch einen Betongurt miteinander verbunden.

Auf diese Weise ergab sich eine Art "unterirdischer Zaun", sodaß nun mit "großem Gerät" die Baugrube komplett am Stück ausgehoben werden konnte.

Die Alternative zu dieser Vorgehensweise hätte folgendermaßen ausgesehen:
  • Baugrube maximal 5 Meter breit ausheben.
  • Kellerwände teilweise hochziehen
  • Hangseitige Wand verfüllen
  • Die nächsten 5 Meter ausheben
  • Die nächsten Kellerwände hochziehen
  • usw.
Beim Ausheben der Baugrube wurde die Erde nicht ganz bis zu den Säulen abgetragen. Im weiteren Verlauf der Bauarbeiten löste sich diese Restschicht an einer Stelle, sodaß die Säulen gut sichtbar wurden.

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