Haus aus Holz

Alle Teile des Hauses wurden in der Fabrik vorgefertigt, und auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt. Das komplette Haus fand Platz auf einem einzigen LKW-Anhänger.
Der Aufbau des Hauses dauerte nur ein Tag

Natürlich ist die Arbeit des Zimmermann damit noch nicht beendet. Das Haus steht zwar, muß aber noch stabilisiert werden, d.h. es sind noch viele Schrauben einzuschrauben und Nägel einzuschlagen. Der Innenausbau kann aber trotzdem sofort beginnen.

Die Holzrahmen der Wände sind auf einer Seite mit einer Sperrholzplatte beplankt (um dem Rahmen die nötige Stabilität zu geben). Bei den Außenwänden befindet sich diese Sperrholzplatte grundsätzlich an der Außenseite der Wand. Der Rahmen selbst wird dann von innen mit Isoliermaterial aufgefüllt.

Diese Arbeit kann leicht vom Bauherrn selbst durchgeführt werden. Die Isoliermatten müssen lediglich auf Maß zurechtgeschnitten und in die Zwischenräume geschoben werden.

Als nächstes müssen die Wände mit einer PCV-Folie verkleidet werden. Diese wird mit einem Tacker an den Holzrahmen befestigt, und an den Rändern mit einem Klebeband verklebt.

Die Folie dient als Dampfbremse, d.h. sie verhindert, dass die Raumluft in die Wandkonstruktion eindringt. Im Winter würde sie dort abkühlen, dabei kondensieren (Taubildung). und damit die Wandkonstruktion durchfeuchten. Deshalb ist es sehr wichtig, daß diese Arbeiten sorgfältig durchgeführt werden. Nach Abschluß der Arbeiten muß die Wand praktisch luftdicht vom Innenraum abgetrennt sein.

Im Bild nebenan (Blick vom Eingang aus im Treppenhaus nach oben) sind die drei Ausbauphasen gut zu erkennen. Während die unteren "Fächer" noch leer sind (Innenwand), ist oben die verklebte Folie zu erkennen (Außenwand).

Auch die Innenwände erhalten eine Isolierungfüllung, die aber hauptsächlich der Schallisolierung dient und nicht die ganze Wandstärke ausfüllt. Das Anbringen einer Folie ist dort aber nicht nötig.

Nach dem Anbringen der Dampbremse könnten die Außenwände jetzt eigentlich beplankt werden. In unserem Fall wurde aber noch eine zusätzliche, 6cm dicke Isolierschicht aufgebracht. Dazu wurde entsprechend der Breite bzw. Höhe der anzubringenden Isoliermatten eine waagrechte Auflattung angebracht, und die Matten dazwischengeklemmt.

Auch beim Dach wurde so verfahren, allerdings wurde (aus Kosten- und Zeitgründen) die zusätzliche Isolierung nicht überall angebracht.

Anschließend wurde die Wandkonstruktion durch Anbringen von Gipsfaserplatten geschlossen.

Im Gegensatz zu Gipskarton-Platten sind Gipsfaser- (Fermacell-) Platten wesentlich stabiler. Sie sind zwar etwas schwieriger zu bearbeiten (schneiden), dafür hält aber ein eingeschlagener Nagel wesentlich besser. Und kleinere Schrauben lassen sich ohne irgendwelche Dübel direkt in die Wand schrauben.

Auch die Innendecken bekamen eine Isolierschicht (Schallschutz) - ausgenommen natürlich die Sichtbalkendecke. Um zu verhindern, daß über die Deckenkonstruktion Raumluft in die Außenwand gelangt, wurden auch diese Decken mit PVC-Folie bespannt, die dann mit der Folie der Außenwand verklebt wurde.

Die Decken wurden mit Gipskarton-Platten verkleidet.

Zum Schluß müssen die Zwischenräume der Platten, sowie Ecken und Anschlüsse verspachtelt werden. Diese Arbeit ist nur bedingt als Eigenleistung zu empfehlen. Wer keine Rauhfasertapeten anbringen und auch bei flach einfallendem Licht (Wandlampe) keine Unebenheiten sehen möchte, muß sehr sorgfältig arbeiten...


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