Klimaschutz

Die Bedrohung des Klimas durch den Treibhauseffekt ist eines der zentralen globalen Umweltprobleme, das die Menschheit noch viele Jahrzehnte beschäftigen wird. Hauptursache für den vom Menschen verursachten Treibhauseff ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe bzw. sind die hierdurch entstehenden klimaschädlichen Emmisionen, allen voran das Kohlendioxid (CO2). Um die Gefahren, die mit dem Anstieg der durchschnittlichen Temperaturen eingehen, zu bewältigen, sind gewaltige Anstrengungen erforderlich. Nur wenn wir es schaffen, den Energieverbrauch deutlich zu senken und das Potential der Energienutzung aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne, Wasser, Wind, Biomasse oder Geothermie soweit wie möglich auszuschöpfen, werden wir unseren Kindern und den nachkommenden Generationen eine lebenswerte Umwelt hinterlassen.

Und so sieht unser Beitrag zum Klimaschutz aus:

Technische Daten:
Wohnfläche:ca. 170 m2
Lage:West-Nordwest-Hang
Heizenergiebedarf
(incl. Warmwasser):
ca. 1300l Heizöl p.a.

Diesen Verbrauchswert konnten wir mit Hilfe folgender Maßnahmen erreichen:

  • Gute Wärmedämmung
  • Passive Sonnenenergienutzung
  • Optimale Heizungssteuerung
  • Angepaßtes Verhalten

Wärmedämmung

Das Haus wurde größtenteils in Holzrahmenbauweise gebaut. Lediglich das Untergeschoß, sowie die teilintegrierte Garage und der darunterliegende Abstellraum (Hanglage, Zufahrt von oben) wurden in Massivbauweise erstellt.

Die Wandstärke der fertigen Holzbauwände beträgt ca. 31 cm. Sie enthalten eine 24 cm dicke Isolierschicht aus Mineralwolle. Rein rechnerisch hat diese Isolierung die gleiche Wirkung wie eine etwa 2 Meter dicke Ziegelwand.

Das Dach ist zwischen den Sparren zunächst ebenfalls 24 cm dick isoliert, teilweise wurde auf der Innenseite noch eine zusätzliche Isolierschicht von 6 cm aufgebracht.


Passive Sonnenenergienutzung

Die südlichste Seite des Hauses ist weitgehend fensterlos, weil leider davon ausgegangen werden muß, daß nach einer Bebauung des Nachbargrundstückes die betreffende Wandfläche in den Wintermonaten abgeschattet sein wird.

Ein Teil der Südwand ist aber etwas zurückversetzt und hat relativ große Fenster bzw. Wandöffnungen (Loggia). Daher kann in den Nachmittagstunden relativ viel Sonne den Weg in die Innenräume finden, zumal sich auch auf der Westseite relativ große Fenster befinden.

Heizungssteuerung

Ein ausgedienter Rechner half bei der Einstellung der Heizungssteuerung. Rund um die Uhr wurde festgehalten, wie lange der Brenner lief. Damit war es relativ einfach, verschiedene Einstellungen miteinander zu vergleichen, beispielsweise um festzustellen, ob es sich lohnt, die Heizung Nachts ganz abzuschalten oder auf Nachabsenkung zu schalten.

Das vom Rechner gelieferte Protokoll war auch nützlich bei der Abstimmung der verschiedenen morgendlichen Einschaltzeitpunkte (Warmwasser, die verschiedenen Heizkreise), sodaß die Heizung einerseits möglichst schnell auf ihre Betriebstemperatur kommt, und andererseits der Brenner möglichst lange ohne Unterbrechung läuft.


Die mit Hilfe dieser Protokolle vorgenommenen Optimierungen trugen sicher auch dazu bei, dass die Brennerlaufzeiten bis heute jedes Jahr niedriger waren als im Vorjahr.
Jahr Stunden
1997 712
1998 698
1999 663

Verhalten

Die Ansichten, was eine "gemütliche" Temperatur in der Wohnung ist, sind sehr unterschiedlich. Aber auch hier stimmt in gewissen Grenzen der Satz "Es gibt keine falsche Temperatur, nur falsche Kleidung". Natürlich wird sich niemand im Mantel in eine nur 10oC warme Wohnung setzen wollen. Aber 20oC im Wohnbereich sollten eigentlich ausreichen.
Duschen benötigt weniger Wasser als Baden, abschalten der Dusche während des Einseifens spart nochmal Wasser, und damit auch Heizkosten.

Einen weiteren Einspareffekt kann man bei Systemen mit Speicherwassererwärmer erzielen, wenn man abends nach Abschalten der Brauchwasserheizung duscht. Der Inhalt des Speichers reicht normalerweise für (mindestens) einen Duschvorgang. Über Nacht hätte sich das im Speicher befindliche Wasser sowieso mehr oder weniger abgekühlt, und durch das Duschen hat man es dann wenigstens nutzbringend verwendet.


Weitere Informationen zum Thema:
Heizung

Fertigkeller
HangBau
Holzhaus

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